Datum/Zeit
Dienstag, 13. Oktober 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr
Was können wir aus dem ersten bundesweiten Lagebild zur Umsetzung des § 71 SGB XII für die kommunale Altenhilfe und Pflegeplanung in Nordrhein-Westfalen lernen? Und welche Entwicklungsperspektiven ergeben sich daraus für die kommunale Praxis? Das im April 2026 veröffentlichte „Lagebild zur Umsetzung des § 71 SGB XII“ des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. liefert erstmals eine bundesweite Bestandsaufnahme der kommunalen Altenhilfe. Untersucht wurden unter anderem Formen der Altenhilfe-/Seniorenplanung und Pflegeplanung, Beratungsstrukturen, Angebote der Altenhilfe sowie weitere Leistungen im Einzelfall nach § 71 SGB XII. Ein eigenes Länderprofil gibt dabei Einblick in die Situation in Nordrhein-Westfalen.
Im Mittelpunkt des digitalen Fachformats steht zunächst die Vorstellung zentraler Befunde des Lagebilds durch Nina Schwarz (Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.) mit besonderem Fokus auf die Ergebnisse für NRW. Das Lagebild zeigt für NRW ein differenziertes Bild: So verfügen nahezu alle befragten Kreise und kreisfreien Städte über eine Pflegeplanung, während eine spezifische Altenhilfe- bzw. Seniorenplanung deutlich weniger verbreitet ist. Die Ergebnisse werfen u. a. die Frage auf, wie Altenhilfe stärker als integrierte kommunale Gestaltungsaufgabe verankert werden kann.
Im Mittelpunkt der digitalen Veranstaltung stehen unter anderem folgende Fragen:
- Was zeigt das Lagebild über den aktuellen Stand der Umsetzung des § 71 SGB XII?
- Welche unterschiedlichen kommunalen Ansätze und strukturellen Herausforderungen werden für NRW sichtbar – und wo zeigen sich aus Sicht der Praxis besondere Stärken und Entwicklungsbedarfe?
- Welche konkreten nächsten Schritte lassen sich aus den Ergebnissen des Lagebilds für die kommunale Altenhilfe in NRW ableiten?
Nach dem Impuls von Nina Schwarz wird es Raum für Fragen und Austausch geben. Dabei möchten wir insbesondere mit Ihnen und aus der Perspektive kommunaler Praxis folgende Frage diskutieren: Was bedeuten diese Befunde für die kommunale Praxis – und wo liegen Entwicklungspotenziale?
Das Format verbindet damit Information und fachlichen Austausch: Die Ergebnisse des Lagebilds werden vorgestellt, eingeordnet und gemeinsam mit den Teilnehmenden in Bezug auf ihre Bedeutung für die kommunale Praxis hin diskutiert. Ziel ist es, den Blick auf Altenhilfe als eigenständiges und zugleich fachbereichsübergreifendes Handlungsfeld kommunaler Daseinsvorsorge zu schärfen und konkrete Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung vor Ort sichtbar zu machen.
Zielgruppe: Kommunale Fachkräfte sowie weitere kommunale Akteur:innen aus den Bereichen Altenhilfe, Pflege, Demographie, Engagementförderung, Sozialraum- und Quartiersentwicklung, Stadtentwicklung und Daseinsvorsorge.
Die Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung über u.s. Link möglich:
Quelle Beitragsbild: ©Andrey Popov von Getty Images über Canva.
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