Werkzeuge für sorgende Gemeinschaften – Vom Leitbild zur Praxis

Digitaler Fachtag 2026

Grafik einer Person die einen Vortrag hält, danben ein Plakat

14. April 2026

digital, per Zoom

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Werkzeuge für Sorgende Gemeinschaften – Vom Leitbild zur Praxis

Caring Communities (zu dt. Sorgende Gemeinschaften) stehen für ein erweitertes Verständnis von Verantwortung, das professionelle Angebote, bürgerschaftliches Engagement, nachbarschaftliche Unterstützung und kommunale Strukturen zusammendenkt. Ihre Bausteine und Bestandteile gelten bereits vielerorts als Antwort auf veränderte Verantwortungskulturen, mehr Partizipation und lokale Mitgestaltung. Entscheidend ist nun die Frage:

Wie gehen wir es konkret an – und welche Werkzeuge braucht es dafür?

Der digitale Fachtag setzt genau hier an. Im Mittelpunkt stehen bereits bestehende und erprobte Werkzeuge, die gebündelt vorgestellt werden – darunter Checklisten, Leitfäden und Toolkits (zu dt. Werkzeugkästen) zur Unterstützung von Kommunen, Trägern, Initiativen und Engagierten, die Ideen und Vorhaben rund um Sorgende Gemeinschaften initiieren, strukturiert weiterentwickeln und vor Ort integriert umsetzen wollen. Anknüpfend an die Impulse der Fachveranstaltung „Caring Communities – Wer sorgt mit? Freiwilliges Engagement in der Kommune zwischen Pflege, Verantwortung und Vielfalt“ werden konkrete und anwendungsorientierte Arbeitshilfen in den Mittelpunkt gestellt, um das theoretische Leitbild Sorgender Gemeinschaften in die praktische Anwendung zu überführen.

In diesem Sinne werden alltagstypische Umsetzungsfragen aus der Praxis aufgegriffen:

Wo fangen wir an?

Wie geling Beteiligung von Bürger:innen so, dass echte Mitgestaltung entsteht?

Wer gehört an den Tisch?

Wie klären wir Rollen, Zuständigkeiten und Ressourcen? Und wie sichern wir Verstetigung?

Zentral werden drei Themenbereiche bearbeitet:

  • Haltung entwickeln und Verantwortung klären: Eine Caring Community erfordert eine gemeinsame Haltung, in der Sorgearbeit als geteilte Verantwortung von allen haupt- oder ehrenamtlichen Akteur:innen in der Senior:innenarbeit verstanden wird. Erst infolgedessen können Rollen und Aufgaben klar definiert, Strukturen langfristig verankert und Engagement kapazitätssensibel eingesetzt werden. Dabei stellt insbesondere eine diversitätssensible Perspektive sicher, dass unterschiedliche Lebenslagen älterer Menschen berücksichtigt und Teilhabe sowie Selbstbestimmung gestärkt werden.
  • Beteiligung wirksam gestalten: Sorgende Gemeinschaften leben vom Zusammenwirken unterschiedlicher Akteur:innen und setzen auf die Ermöglichung von Teilhabe und Mitverantwortung möglichst vieler Menschen. Wenn Mitgestaltung als demokratische Praxis im Sozialraum verstanden wird, stellt sich die Frage, wie Beteiligung und Gestaltungsspielräume auch für vulnerable Zielgruppen ermöglicht werden können. In dem Themenfeld geht es daher um Methoden und Ansätze, um insbesondere Hochaltrige, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder sozial benachteiligte Menschen durch niedrigschwellige und aufsuchende Formate aktiv einzubeziehen.
  • Engagement fördern & Verstetigung sichern: Damit Sorgende Gemeinschaften nicht in einzelnen Projekten oder als „Leuchttürme“ stehen bleiben, braucht es aus kommunaler Perspektive klare Rahmenbedingungen, die Engagement langfristig ermöglichen: Zuständigkeiten und Ansprechstrukturen, Ressourcen und Qualifizierung sowie tragfähige und vernetzende Kooperationen. Im Fokus stehen daher Werkzeuge, die eine kommunale Engagementstrategie im Sinne von Ermöglichungsstrukturen unterstützen – von der systematischen Bestandsaufnahme und Zielklärung bis zu konkreten Maßnahmen, die Engagement stärken, koordinieren und dauerhaft absichern.

Zu den Themenbereichen werden ausgewählte Werkzeuge und Arbeitshilfen praxisnah vorgestellt. Ziel ist es, einen kompakten Überblick über mögliche Tools zu schaffen, die als Startpunkt dafür dienen können, dass aus vertretender Haltung lokaler Akteur:innen konkrete Handlungen umgesetzt werden können.

9:15 Einloggen und Ankommen

9:30 Empfang durch die Moderation
Team Forum Seniorenarbeit NRW

9:45 Grußwort
Thomas Hauberichs, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (angefragt)

10:00 Sorge und Teilhabe vor Ort – Caring Communities gestalten
Christine Freymuth, Forum Seniorenarbeit NRW

10:15 Keynote „Von der Vision zur Wirklichkeit: Lessons Learned aus Caring Communities
N.N.

10:45 Pause

Werkzeuge für die Arbeit vor Ort

11:00 Thema I: Haltung und Verantwortung in Sorgenden Gemeinschaften
Welche Haltung braucht eine Sorgende Gemeinschaft und wie können gesellschaftliche und kommunale Verantwortungsübernahme gefördert werden?

Impuls und Werkzeugvorstellung
Lena Kukowka, Forum Seniorenarbeit NRW

12:15 Thema II: Beteiligung ermöglichen – Wie Beteiligung älterer Menschen gelingen kann
Wie wird Beteiligung in Sorgenden Gemeinschaften zu echter Mitgestaltung – auch bis ins hohe Alter?

Impuls und Werkzeugvorstellung
Dr. Katrin Alert, Forum Seniorenarbeit NRW

13:10 Pause

13:30 Thema III: Engagementstrukturen strategisch fördern und umsetzen
Wie kann Engagement strukturell gefördert werden?

Impuls und Werkzeugvorstellung
Christine Freymuth und Melanie Aller, Forum Seniorenarbeit NRW

14:45 Zusammenfassung und Ausblick
Christine Freymuth, Forum Seniorenarbeit NRW

15:00 Ende der Veranstaltung

Im Nachgang werden die Präsentationen und Ergebnisse des Tages im Onlineraum Forum Lernen zur Verfügung gestellt. Dort besteht die Möglichkeit zur Vernetzung und Diskussion. Der digitale Raum wird durch das Team Forum Seniorenarbeit NRW moderiert und begleitet.

Thema I: Haltung und Verantwortung in Sorgenden Gemeinschaften
folgt in Kürze.

Thema II: Beteiligung ermöglichen – Wie Beteiligung älterer Menschen gelingen kann
folgt in Kürze.

Thema III: Engagementstrukturen strategisch fördern und umsetzen
folgt in Kürze.

Das digitale Format wird per Zoom durchgeführt. Die Einwahldaten werden kurz vor dem Termin an die angemeldeten Personen geschickt.

Sie haben während der Veranstaltung die Möglichkeiten, Ihre Fragen direkt im Chat zu stellen.

Wir wenden uns mit dieser Veranstaltung an aktive ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen in Initiativen, Organisationen, Verbänden und Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die aktiv in einem Projekt oder Angebot in der Senior:innenarbeit arbeiten oder dabei sind, dieses zu konzipieren.

Ansprechpersonen für den Fachtag

Inhalt:

Katrin Alert (Tel.: 030 / 221 8298 – 41) und Lena Kukowka (Tel.: 030 / 221 8298 – 38)

info@forum-seniorenarbeit.de

Organisation:

Bianca Heep (030 / 2218298-46)

Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026