Resilienz im Alter stärken – LaS NRW Arbeitshilfe für die Praxis

Im Alter gewinnt die Fähigkeit, mit Belastungen und Krisen umzugehen, zunehmend an Bedeutung – nicht nur individuell, sondern auch für die Arbeit mit älteren Menschen vor Ort. Unter dem Titel „Resilienz im Alter stärken“ hat die Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW eine neue Arbeitshilfe veröffentlicht, die das Thema praxisnah aufbereitet und Anregungen für die tägliche Arbeit in Seniorenbüros und Netzwerken bietet.

In Zeiten gesellschaftlicher und individueller Veränderungen – von gesundheitlichen Unsicherheiten über finanzielle Belastungen bis hin zu alltäglichen Herausforderungen – gewinnt die seelische Widerstandskraft, fachsprachlich Resilienz, zunehmend an Bedeutung. Die Arbeitshilfe zeigt, wie diese innere Stärke verstanden werden kann, warum sie gerade im Alter wichtig ist und wie sie im Alltag unterstützt werden kann.

Resilienz wird dabei nicht nur als individuelles Merkmal beschrieben, sondern als dynamischer Prozess, der durch soziale Beziehungen, persönliche Haltungen und alltagsnahe Ressourcen gefördert werden kann. Zentral sind exemplarisch Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, die aktive Pflege sozialer Netzwerke und realistische Planung auch in unsicheren Zeiten. Diese Faktoren, in ihrer Gesamtheit als 7 Säulen der Resilienz bezeichnet, dienen in der Arbeitshilfe als Orientierungsrahmen und lassen sich auf konkrete Situationen übertragen. Dort, wo Gemeinschaft, Austausch und Begegnung stattfinden, entstehen förderliche Bedingungen für Resilienz. Insbesondere Seniorenbüros können Räume schaffen, in denen ältere Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig unterstützen und Erfahrungen austauschen. Auch Formate, die Sinnstiftung und persönliche Mitwirkung ermöglichen, tragen dazu bei, dass Menschen ihre Ressourcen bewusst wahrnehmen und nutzen können.

Die Arbeitshilfe geht v.a. darauf ein, wie einzelne Menschen und Gruppen bei der Stärkung ihrer Resilienz unterstützt werden können. Sie verweist auf niedrigschwellige Materialien für Akteur:innen in und um Seniorenbüros wie z.B. einen Resilienz‑Begleiter und eine Präsentationsvorlage für Gruppenveranstaltungen, die in der eigenen Arbeit eingesetzt werden können.

Ein ausführlicher FAQ‑Bereich beantwortet häufig aufkommende Fragen – etwa, ob Resilienz im hohen Alter noch erlernbar ist, welche Rolle Gemeinschaft spielt und wie man mit Belastungen aus Nachrichten oder Alltagssorgen besser umgehen kann. Die Antworten verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit lebensweltlichen Zugängen und machen deutlich, dass Resilienz keine abstrakte Eigenschaft, sondern ein praktisch erfahrbarer Prozess ist.

Insgesamt bietet die Arbeitshilfe also Orientierung für Akteur:innen der Seniorenbüros und darüber hinaus in der Senior:innenenarbeit. Sie zeigt praxisnah auf, wie Beratung, Gruppenangebote und Begegnungsformate genutzt werden können, um ältere Menschen in ihrer Resilienz zu unterstützen.

Die Arbeitshilfe zum Nachlesen finden Sie unter u.s. Link:

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