Wohnen im Alter gemeinsam gestalten: Neue Handreichung mit Impulsen aus der Praxis

Wie wollen wir Wohnen und Leben im Alter gestalten?

Diese Frage beschäftigt sowohl Akteur:innen aus Kommunen, der Senior:innenarbeit, der Zivilgesellschaft als auch der Wohnungswirtschaft.

Die neue Handreichung „Wohnen im Alter gemeinsam gestalten – Impulse und Praxis“ des Forum Seniorenarbeit NRW ist im Nachgang fokussierter Workshops mit Praxisakteur:innen entstanden und bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in bewährtes Wissen rund um gemeinschaftliches Wohnen und zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie dieses Wissen umgesetzt werden kann. Dabei greift sie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen auf und ordnet sie praxisnah ein. Deutlich wird insbesondere, dass Wohnen im Alter weit mehr ist als eine bauliche oder pflegerische Frage. Es geht um soziale Teilhabe, Nachbarschaft, Mitbestimmung und um tragfähige Strukturen, die ein gutes Leben auch dann ermöglichen, wenn Unterstützungsbedarfe zunehmen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und eines zunehmend angespannten Pflegesystems gewinnen gemeinschaftliche Wohnformen an Bedeutung.

Die Handreichung richtet den Blick bewusst auf unterschiedliche Wohnformen und zeigt, wie vielfältig Wohnen im Alter gestaltet werden kann. Deutlich wird dabei, dass passgenaue Lösungen dort entstehen, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und frühzeitig eingebunden werden – ältere Menschen selbst ebenso wie Kommunen, Wohnungswirtschaft, Pflege- und Unterstützungsangebote oder zivilgesellschaftliche Initiativen.

Ein besonderer Mehrwert der Handreichung liegt in der Verknüpfung der Dimensionen Wohnen, sozialem Miteinander und Unterstützung. Gemeinschaftliche Wohnprojekte werden nicht idealisiert, sondern realistisch betrachtet. Sie brauchen klare Absprachen, verlässliche Kooperationen und häufig auch fachliche Begleitung, um langfristig tragfähig zu sein. Gleichzeitig zeigen die Praxisbeispiele, welches Potenzial in solchen Wohnformen steckt – für gegenseitige Unterstützung, für Krankheitsprävention und für lebendige Quartiere.

Damit liefert die Handreichung keine fertigen Rezepte, sondern Orientierung und anregende Inspiration – sie lädt dazu ein, Wohnen als zentrales Handlungsfeld ganzheitlich in den Blick zu nehmen, lokale Netzwerke zu stärken und gemeinsam mit älteren Menschen neue Wege zu erproben. Gerade für Akteur:innen, die haupt- oder ehrenamtlich an der Schnittstelle von Wohnen, Alter(n), Engagement und sozialer Infrastruktur arbeiten, kann die Veröffentlichung wertvolle Impulse zur fachlichen Einordnung und Weiterentwicklung der eigenen Ideen bieten.

Nähere Informationen finden Sie in der Handreichung zum kostenlosen Download unter u.s. Link:

Letzte Aktualisierung: 6. Februar 2026

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