Mehr als 75 Quartiersmanager tauschten sich auf einer Fachtagung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) und des Deutschen Hilfswerks (DHW) über ihr Praxiswissen aus.
Landesseniorenvertretung NRW begrüßt Förderung der Quartiersentwicklung
Sozialräume „demografiefest“ machen
„Es wird Zeit, dass Land und Kommunen aus dem schon zu lange währenden Dornröschenschlaf der Altenpolitik aufwachen und die guten Ansätze – nicht zuletzt immer wieder auch auf Initiative der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) – endlich in konkrete Projekte umgesetzt werden“, hofft die Vorsitzende der LSV, Gaby Schnell, dass das neue Förderangebot „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“ einen befreienden Einschnitt in Dornröschens Rosenhecke bedeuten könnte.
Ministerin Steffens: Neuer Schub für altengerechte Quartiersentwicklung – Land finanziert Quartiersmanagerinnen und –manager
Startschuss zu neuem Förderangebot zur Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW
Mit Hilfe von Quartiersmanagerinnen und –managern können Kreise und Kommunen den Prozess zur altengerechten Umgestaltung von Wohnvierteln vor Ort entscheidend voranbringen. Deshalb bietet das Land den Kreisen, Städten und Gemeinden finanzielle Unterstützung an, wenn sie künftig eine Quartiersentwicklerin oder einen Quartiersentwickler für die altengerechte Gestaltung eines konkreten Quartiers beschäftigen.
ProAlter 1/2015: Betreuungs- und Entlastungsangebote: Ressourcen für den Hilfemix und der neue Markt
Der erste Schritt des neuen Pflegestärkungsgesetzes ist getan. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Mit dem Gesetz sollen die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet und die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht werden.
Was das für die Betreuungs- und Entlastungsdienste und für die Ressourcen des Hilfemixes bedeutet, diskutieren die Autoren dieses Schwerpunktes. Der Bedarf an niedrigschwelligen Entlastungsdiensten ist groß, sagt Reinhard Pohlmann, Leiter des Fachdienstes für Senioren der Stadt Dortmund. Noch größer sei der Bedarf an Beratung. Viele Betroffene und ihre Angehörigen seien nur unzureichend über die Angebote informiert. „Das muss sich mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz endlich ändern“, fordert Pohlmann.
Neues Förderprogramm des MGEPA NRW
Auf der Website Altengerechte Quartiere.NRW finden sich detailierte Informationen zum neuen Förderprogramm:
Das Land NRW fördert ab dem Jahr 2015 die altengerechte Entwicklung eines Quartiers je Kreis/kreisfreie Stadt mit bis zu 40.000 Euro im Jahr. Mit diesem neuen Förderangebot stößt das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen einen nachhaltigen Prozess der Entwicklung von Quartiersstrukturen in den Kommunen in NRW an.
Ministerin Steffens: „Das Angebot fußt auf der Erfahrung aus vielen bisherigen Projekten, dass eine gelingende Quartiersentwicklung gerade in der Startphase einen „Motor” in Person einer „Quartiersentwicklerin” eines „Quartiersentwicklers” braucht. Diese Person einzustellen, soll den Kommunen mit einer attraktiven Förderung ermöglicht werden.“
Veranstaltungstipp: Altersgerechte Quartiere gestalten – aber wie?
Erfahrungsaustausch für „Kümmerer“/Sozialraummanager im Quartier
Quartierskonzepte werden aktuell in vielen Kreisen als zukunftsträchtige Wohn- und Versorgungs- modelle für die Altenhilfe diskutiert. Viele Praktiker aus der Wohlfahrtspflege, aus der Wohnungswirtschaft und aus den Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, um solche Ansätze vor Ort umzusetzen. Erfahrungen zeigen, dass die Umsetzung von Quartierskonzepten nur gelingt, wenn vor Ort ein „Kümmerer“ aktiv ist, der die Initiative steuert, Interessierte vernetzt sowie Bürgerinnen und Bürger aktiviert.
Stiftung Wohlfahrtspflege NRW: Förderung der Quartiersentwicklung / Modellprojekte/ Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Pflege
Am 04.11.2014 hat der Stiftungsrat der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW Grundsätze zur Förderung der Quartiersentwicklung beschlossen.
Ein thematischer Schwerpunkt der Stiftung stellt der demografische Wandel mit seinen Herausforderungen dar. Vor diesem Hintergrund wird die Stiftung Projekte, die der Realisierung einer nachhaltigen und inklusiven Quartiersentwicklung dienen, in Zukunft vermehrt unterstützen.