Welche Unterstützung brauchen kommunale Akteur:innen aus Verwaltung, Fachplanung, Koordination und Steuerung in den Bereichen Alter(n), Pflege und Engagement / Ehrenamt, um gute Rahmenbedingungen für ältere Menschen vor Ort zu gestalten? Diese Frage stand im Zentrum einer Bedarfsabfrage im Zuge des digitalen Kick-Offs des Projekts Daseinsvorsorge vor Ort stärken zu den Themen Daseinsvorsorge, Pflege und Engagement. Die Rückmeldungen zeigen ein klares Bild: Es mangelt nicht primär an Angeboten, sondern an deren Sichtbarkeit und Zugänglichkeit.
Zahlreiche überregionale Netzwerke, Beratungs- und Unterstützungsstrukturen existieren bereits – doch sie sind vielen kommunalen Fachkräften und Akteur:innen nur teilweise oder gar nicht bekannt. Dieses Informationsdefizit führt dazu, dass vorhandene Ressourcen und Vernetzungsmöglichkeiten nicht genutzt werden. Damit bleiben Potenziale unerschlossen, die gerade angesichts komplexer Herausforderungen vor Ort dringend gebraucht würden.
Ein zweiter zentraler Themenkomplex betrifft die Gestaltung von Engagementstrukturen. Kommunen stehen vor der Aufgabe, freiwilliges Engagement nicht nur zu fördern, sondern strategisch zu entwickeln: Wie können Engagierte gewonnen, qualifiziert und langfristig begleitet werden? Welche Rahmenbedingungen unterstützen nachhaltige Beteiligung?
Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt im laufenden Jahr zwei klare Schwerpunkte:
- Netzwerke und vorhandene Unterstützungsstrukturen sichtbar machen und stärken
- Engagement vor Ort strategisch gestalten und weiterentwickeln
Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Orientierung zu bieten und Räume für Austausch und kollegiales Lernen zu eröffnen. Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um die gemeinsame Reflexion von Praxis und die Entwicklung konkreter Lösungsansätze.
Für beide Themenfelder sind unterschiedliche Formate geplant: Neben Workshops in Präsenz, die Raum für intensive Zusammenarbeit und Vernetzung bieten, wird es digitale Angebote geben, die eine niedrigschwellige Teilnahme und kontinuierlichen Austausch ermöglichen. Im weiteren Jahresverlauf werden die Themen dann vertieft – sowohl mit Blick auf strukturelle Fragen der Vernetzung als auch auf die konkrete Ausgestaltung von Engagement. Dabei stehen immer die Perspektiven und Bedarfe der kommunalen Praxis im Mittelpunkt.
Den Auftakt bildet der Workshop „Transparenz schaffen – kommunale Netzwerke stärken: Kooperative Strukturen vor Ort entwickeln“ am 22.04.2026 in Duisburg. Hier werden zentrale Fragen aufgegriffen: Welche Netzwerke sind relevant? Wie können bestehende Strukturen besser genutzt werden? Und wie lassen sich Kooperationen vor Ort gezielt weiterentwickeln? Der Workshop bietet nicht nur fachliche Impulse aus der Praxis, sondern vor allem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und voneinander zu lernen.
Wir laden Sie herzlich ein, die Angebote zu nutzen, sich einzubringen und mit uns in den Austausch zu gehen. Denn starke Netzwerke und tragfähige Engagementstrukturen entstehen nicht im Alleingang – sie leben vom Dialog und von geteiltem Wissen.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen in diesem Jahr!
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Letzte Aktualisierung: 30. März 2026