Wie gelingt es, ältere Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen – und wie können Organisationen gute Rahmenbedingungen für eine gute Beteiligung schaffen?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden des Workshops: „Mitgestalten statt Zuschauen – Engagement im Alter(n)“ mit dem Forum Seniorenarbeit NRW, der Landesseniorenvertretung NRW und Meike Hornbostel vom Institut für soziale Innovation (ISI) GmbH.
Aus den fachlichen Impulsen und Diskussionen im Workshop sind nun zwei praxisorientierte Handreichungen entstanden, die die zentralen Erkenntnisse aufgreifen und für den Einsatz in der Engagementförderung aufbereiten.
Engagement beginnt mit Menschen
Viele Organisationen stehen vor der Herausforderung, neue Engagierte zu gewinnen. Dabei richtet sich der Blick häufig zuerst auf die Frage: Wie erreichen wir mehr Ehrenamtliche?
Die neue Handreichung „Engagement und Alter(n): Zielgruppenorientierte Gewinnung & gute Einarbeitung“ schlägt einen Perspektivwechsel vor. Sie macht deutlich, dass ältere Menschen keine homogene Zielgruppe sind. Unterschiedliche Lebenslagen, Erfahrungen, Interessen und Ressourcen erfordern unterschiedliche Zugänge.
Die Arbeitshilfe unterstützt Verantwortliche dabei,
- Zielgruppen differenzierter in den Blick zu nehmen,
- Zugangsbarrieren zu erkennen und abzubauen,
- Engagementangebote attraktiver zu gestalten,
- neue Formen der Ansprache zu entwickeln und
- den Einstieg neuer Engagierter durch ein gutes Onboarding zu erleichtern.
Dabei geht es nicht in erster Linie um bessere Werbung, sondern um die Frage, wie Beteiligung gerechter und niedrigschwelliger gestaltet werden kann. Die Handreichung lädt dazu ein, die eigenen Strukturen zu reflektieren und Engagement stärker als gemeinsame Gestaltung auf Augenhöhe zu verstehen.
Orientierung für Menschen, die sich engagieren möchten
Während sich die erste Handreichung an Organisationen richtet, unterstützt die zweite Handreichung Menschen, die sich engagieren möchten.
Die Checkliste „Mitgestalten statt Zuschauen – Ein Engagementpfad“ begleitet Interessierte Schritt für Schritt auf ihrem Weg ins freiwillige Engagement. Sie hilft dabei,
- Eigene Interessen und Kompetenzen zu reflektieren,
- Passende Engagementfelder zu entdecken,
- Persönliche Rahmenbedingungen zu klären,
- Erste Kontakte zu knüpfen,
- Das Engagement auszuprobieren und
- Die nächsten Schritte zu planen.
Die Arbeitshilfe eignet sich auch für Beratungsgespräche, Informationsveranstaltungen oder Engagementbörsen. Gleichzeitig können Interessierte sie eigenständig nutzen, um ihren persönlichen Weg in ein freiwilliges Engagement zu entwickeln.
Sie können die Materialien kostenfrei herunterladen und in Ihrer täglichen Arbeit einsetzen. Sie finden die Materialien unter u.s. Links: