Am 22. April fand in Dusiburg im Projektkontext „Daseinsvorsorge vor Ort stärken“ (DavOr) der Workshop zum Thema „Transparenz schaffen – kommunale Netzwerke stärken: Kooperative Strukturen vor Ort entwickeln“ statt.
Teilnehmende aus verschiedenen Kommunen in Nordrhein-Westfalen kamen zusammen, um sich intensiv mit der Bedeutung und Ausgestaltung von Netzwerken in den Bereichen Alter, Pflege und Engagement auseinanderzusetzen.
Im Zentrum des Workshops stand die Erarbeitung der Rolle von Netzwerken und Netzwerkarbeit für die kommunale Praxis und wie diese wirksam gestaltet werden können. In Kleingruppenarbeitsphasen und Plenumsdiskussionen erarbeiteten die Teilnehmenden zentrale Gelingensbedingungen für erfolgreiche Netzwerkarbeit. Ebenso wurden typische Stolpersteine identifiziert und reflektiert – etwa unklare Zielsetzungen, fehlende Verbindlichkeit oder unzureichende Ressourcen.

Ein fachlicher Impuls wurde durch den Vortrag von Gabi Schmidt (Planungsstab Inklusion, Senioren und Pflege, Amt für Soziales und Inklusion Bergisch Gladbach) gesetzt. Anhand praktischer Erfahrungen aus der Pflegeplanung zeigte sie auf, wie kommunale Netzwerkarbeit konkret ausgestaltet werden kann. Im Fokus stand dabei die Durchführung der „Kommunalen Konferenz Alter und Pflege“ sowie deren nachhaltige Wirkung: Durch eine gezielte Vernetzung der relevanten Akteur:innen konnten aus der Konferenz heraus konkrete Maßnahmen entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden. Wichtig sei es grundlegend, klare gemeinsame Ziele zu erarbeiten sowie Rollen und Zuständigkeiten zu klären.
Im Workshop wurden zudem verschiedene Werkzeuge und Arbeitshilfen zur Unterstützung von Netzwerkarbeit vorgestellt. Ein zentrales Instrument war der Leitfaden für Netzwerkarbeit als Methode der kommunalen und regionalen Gesundheitsförderung. Besonders hervorgehoben wurde dabei das „Rad des Miteinanders“, das eine strukturierte Einschätzung zentraler Erfolgsfaktoren gelingender Zusammenarbeit ermöglicht und als Reflexionshilfe sowohl für bestehende als auch im Aufbau befindliche Netzwerke dient. Ergänzend wurde die Checkliste für das Netzwerk-Management des Deutschen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung vorgestellt. Diese bündelt praxisnahe Leitfragen für die unterschiedlichen Phasen des Netzwerkaufbaus sowie dessen kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung. Damit bietet die Checkliste eine hilfreiche Orientierung für die systematische Gestaltung von Netzwerken.
Den Abschluss bildete eine Blitzlichtrunde, in der die Erkenntnisse des Tages zusammengetragen wurden. Viele Teilnehmende betonten, dass es sich lohnt, bestehende Netzwerke kritisch zu hinterfragen und insbesondere die gemeinsamen Ziele stärker (wieder) in den Blick zu nehmen. Damit verbindet sich die Hoffnung, Netzwerke neu zu beleben und künftig gezielter für die eigene Arbeit zu nutzen.
Der Workshop wurde insgesamt als sehr gewinnbringend wahrgenommen. Besonders positiv hervorgehoben wurde der Austausch über kommunale Grenzen hinweg, der neue Perspektiven eröffnete und Ideen für die eigene Arbeit mitgab. Zugleich konnten die Teilnehmenden zahlreiche fachliche Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Netzwerkarbeit vor Ort mitnehmen.
digitales Format im Anschluss
Im Anschluss an den Workshop findet am 12.05.2026 ein digitales Format zum Thema „Netzwerke statt Einzelkämpfer: Kommunale Netzwerke für Alter, Pflege und Demenz“ mit einem Impuls von Dietmar Fischer (Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz, Bergisches Land) statt. Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.
Zum Projekt
Alle Informationen rund um das Projekt Daseinsvorsorge vor Ort stärken finden Sie ebenfalls auf dieser Website.
Letzte Aktualisierung: 28. April 2026